Ab jetzt nur noch Freundschaftsspiele?

In der Saison 17/18 endlich weit von den Unteren Plätzen entfernt, gibt es ab jetzt nur noch wenig Spannung?

Hansa Rostock hat den Anschluss an die Aufstiegsplätze verloren. Das Saisonfinale ist endlich einmal nicht von Angst geprägt und man kann die restlichen Partien entspannt verfolgen. Auch wird man eher auf die Nachrichten zur Kaderplanung warten, als aufgeregt die Tabelle durch zu rechnen.

Aber wir waren die letzten Jahre auch lange nicht so dicht dran. Es birgt Gefahr sich auf die nächste Saison mit einem „das wird schon“ zu verlassen. Wiesbaden und Chemnitz sind abschreckende Beispiele. Ein Jahr oben dran, das nächste Jahr knapp gerettet. Gerade in Wiesbaden sieht man wie eng die Liga wirklich ist (auch wenn man diesen Spruch schon nicht mehr lesen oder hören mag), sind sie doch jetzt wieder relativ aussichtsreich platziert.

Es wird auf unseren neuen Sportdirektor und den Trainer ankommen. Schaffen sie es eine schlagkräftige Truppe aus dem jetzigen Kader mit punktuellen Verstärkungen zu formen? Der zwischenzeitliche Aufwärtstrend dieser Saison lässt dies hoffen.

Jetzt wird es schwer

Nach der erneuten Niederlage in Aalen hat sich Hansa im oberen Mittelfeld festgesetzt. Für einen Angriff auf den Relegationsplatz, müsste schon eine längere Siegesserie gestartet werden.

Das Spiel gegen Aalen ließ auch den dunklen Fußball der letzten Saisons wieder aufleben. Kein Zugriff im Mittelfeld. Kaum Ideen im Spiel nach vorn und dann vergebene klare Torchancen (inklusive Elfmeter).

Wollen wir mal hoffen, dass die Mannschaft dies abschütteln kann.

Update 20.03.2018: Unentschieden in Großaspach. Schade, wieder leichte Abschlussschwäche. Das lässt Erinnerungen hochkommen. Trotzdem, gekämpft hat Hansa bis zum Schluss. Aber 9 Punkte Rückstand bei 8 verbleibenden Spielen sprechen leider für sich.

Hansa noch im Aufstiegsrennen?

Nach nur einem Punkt aus der englischen Woche der Spieltage 27-29, hat Hansa den Anschluss nach oben etwas verloren.

Sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und sechs Punkte auf Wehen Wiesbaden, die ebenfalls noch ein Nachholspiel zu bestreiten haben lassen den guten Start in das Jahr 2018 leider etwas blass werden.

Man sollte sich allerdings auch vor Augen halten, dass Hansa noch 30 Punkte in dieser Saison holen könnte. Ein guter Zeitpunkt für eine Siegesserie wäre die nun wieder anstehende englische Woche mit dem Nachholspiel in Großaspach.

Außerdem spielt Hansa noch gegen Wiesbaden, Köln und Karlsruhe. Könnte hier also wichtige Punkte einfahren, die den Gegnern dann fehlen. Damit hat die Mannschaft noch alles in der eigenen Hand. Wenn das derzeitige Formtief nur von kurzer Dauer sein sollte.

Vorschau: 10. Spieltag 2017 – Paderborn – F.C. Hansa Rostock

Vor der letzten Niederlage gegen den FCM konnte Paderborn 8-mal in Folge gewinnen. Es wird eine schwierige Aufgabe für Hansa. Das Spiel beginnt am Freitag um 19:00 Uhr.

Paderborn stellt die stärkste Offensive der Liga. Man darf damit gespannt sein wie sich unsere Viererkette schlagen wird. Bisher haben sie ja nur 6 Treffer zugelassen. Da aber derzeit der Sturm in Rostock einfach nicht ins rollen kommt, sollte man eventuell schon mit einem niedrigen Unentschieden zufrieden sein.

Hansa muss versuchen über Bischoff und die schnellen Leute vorn, die Konter zu setzen. Gerade wenn Paderborn versucht das Spiel zu machen, sollten sich Chancen zu schnellen Gegenstößen ergeben. Amaury ist auch technisch in der Lage den Ball bei aggressivem Pressing zu halten. Etwas was der Mannschaft gerade gegen Magdeburg fehlte.

Was Mut machen kann: Paderborn kassiert in letzter Zeit Gegentore. Leider gelingt es ihnen dann aber auch oft das Spiel trotzdem noch zu drehen. Sollte es der Kogge gelingen hier früh zuzuschlagen und ansonsten die Defensive Spielweise unseres Trainers durch zu bringen, kann es am Ende mal wieder heißen: Auswärtssieg für Hansa Rostock.

Gezeigt wird das Spiel leider nur bei der Telekom. Ansonsten kann man es natürlich im Hansa Fanradio hören.

Nachbericht: 9. Spieltag 2017 – F.C. Hansa Rostock – FSV Zwickau

Ergebnis: 1-1

Gewinner bei Hansa Rostock:

  • Amaury Bischoff – zeigte seine Wichtigkeit für die Mannschaft

Fazit

Wieder einmal enttäuschend für den Sturm. Hansa war in der ersten Halbzeit drückend überlegen, konnte aber nur ein Tor erzielen. Benyamina ließ wieder einmal einige hochprozentige Chancen liegen oder traf nur die Latte. Zwickau kommt einmal vor das Tor und erzielt den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit nimmt Zwickau dann Bischoff komplett aus dem Spiel. Die Folge war ein Unentschieden.

Dieses Spiel zeigte einmal mehr wie sich die Mannschaft selbst um eine bessere Tabellenplatzierung bringt. Bischoffs Sperre hat Hansa Rostock sicherlich zwei bis vier Punkte gekostet. Der Sturm ist derzeit weit weniger als drittklassig.

Soufian kommt einfach nicht in Form. So konnte er diese Saison zwar schon vier Tore erzielen, jedoch sind dabei ein Elfmeter und zwei Tore gegen einen Gegner in Unterzahl. Wieder vergab er Chancen direkt vor dem Tor die ein Spieler seiner Klasse eigentlich machen sollte.

Vielleicht zeichnet sich ja doch noch eine Verstärkung in der Winterpause ab. So wie bisher kann es nicht weitergehen.

Vorschau: 9. Spieltag 2017 – F.C. Hansa Rostock – FSV Zwickau

Kann Hansa den Heimfluch beenden? Das zweite Heimspiel innerhalb von vier Tagen steht an. Gast ist diesmal der FSV Zwickau. Anpfiff ist am Dienstag (19.09.17) um 19:00 Uhr im Ostseestadion.

Zwickau konnte zuletzt zweimal siegen. Sowohl gegen Preußen, als auch durch eine beeindruckende Leistung gegen den FCM. Hansa musste im letzten Heimspiel auf Amaury Bischoff verzichten. Dieser hatte gerade erst seine Rotsperre abgesessen um sich dann im Abschlusstraining zu verletzen. Der fehlende Mittelfeldstratege war sicherlich auch ein Grund der mangelnden Ideen zur Spieleröffnung.

Ob Amaury gegen Zwickau auflaufen kann stand bisher noch nicht fest. Aber die mangelhafte Sturmausbeute könnte sich gegen die Sachsen etwas verbessern. Bei bisher schon elf Gegentreffern sieht die Abwehr der Zwickauer alles andere als sicher aus.

Bald fünf Absteiger in Liga 3?

Der DFB plant wohl die unglückliche Aufstiegsregelung der dritten Liga zu überarbeiten. Zur Debatte stehen dabei mehrere Lösungsansätze, die aber alle die fünf bestehenden Regionalligen beibehalten sollen.

Es könnte ein rollierendes System mit wechselnden festen Aufsteigern und einem Relegationsspiel geben. Hierbei werden dann drei Meister direkt aufsteigen. Zwei weitere einen vierten Platz ausspielen. Dabei würde es dann vier Absteiger aus Liga drei geben.

Oder man stockt die Liga auf 22 Mannschaften auf und hat dann fünf Absteiger und die Regionalmeister steigen direkt auf. Die Saison hätte dann 40 Spieltage! Gerade da keine Rasenheizung Pflicht ist, stehen dann sicher viele englische Wochen und Spielverschiebungen an.

Hansa Rostock wäre bei solch einer Regelung lediglich 2014/15 direkt abgestiegen als Viertletzter. Wollen wir hoffen, dass die Zeit in der dritten Liga für uns bald zu Ende geht (Richtung oben).

Alle Lösungen sind wohl als Zugeständnis an Bayern und die Regionalliga Süd-West zu verstehen. Diese wollen wegen der Vielzahl an Mitgliedern nicht gegenüber zahlenmäßig kleineren Verbänden wie Nord-Ost und Nord zurückstehen. Aber gerade die Regionalliga Nord-Ost ist einer der Publikumsmagneten. Vielleicht sollte der DFB mal die Qualität der Ligen untersuchen statt rein auf die Quantität zu achten.

Nachbericht: 7. Spieltag 2017 – 1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock

Ergebnis: 2-0

Gewinner bei Hansa Rostock:

  • Evseev – kam in den letzten zehn Minuten, sorgte sofort für Gefahr

Nach dem Ausfall von Stürmer Marcel Ziemer stellt Hansa  um auf eine Spitze in einem 4-2-3-1 System. Magdeburg musste seine Taktik nicht ändern und startet in einem 3-5-2 wobei Erdmann und Rother in die Abwehr rutschen wenn Hansa in Ballbesitz ist. Für den verletzten Ziemer kommt Owusu in die Mannschaft und soll hinter der einzigen Spitze Benyamina für Betrieb sorgen.

Müssen selbstbewusst auftreten. Ansonsten bekommen wir irgendwann die Gegentore. Wird ein schweres Spiel nach der beeindruckenden Magdeburger Serie mit sechs Siegen. – Pavel Dotchev vor dem Spiel

Spielbericht

Magdeburg beginnt wie in den vorangegangen Spielen mit aggressivem Vorpressing und will eine frühe Führung erzwingen. Hansa kann in der Anfangsphase jedoch mit gutem Stellungsspiel dagegen halten. Die erste Chance vergibt dann der Ex-Rostocker Erdmann, der nach einem Stellungsfehler von Wannenwetsch  mit dem Ball in den Strafraum eindringen konnte.

In der zehnten Minute dann der erste Aufreger aus Rostocker Sicht: Benyamina läuft mit hoher Geschwindigkeit in den Strafraum und kommt nach einer Berührung mit dem Gegner zu Fall. Dem Schiedsrichter reicht dies allerdings nicht für einen Strafstoß. Kurze Zeit später lässt sich Owusu in einem Laufduell abdrängen und kann den Ball nicht mehr gezielt auf das Tor bringen.

Oliver Hüsing verursacht dann einen Freistoß fünf Meter rechts vor dem eigenen Stratfraum, dieser Pfiff wiederum war sehr kleinlich. Den folgenden Freistoß verlängert Fabian Holthaus mit dem Kopf zur bisher gefährlichsten Chance für die Magdeburger. Der Ball geht jedoch knapp über die Latte. Die Daraus entstehende Ecke konnte Janis Blaswich auf der Linie retten.

In der 20. Minute dann die wieder eine Großchance für Hansa. Der Ball kommt über die rechte Flanke von Henning auf Hilßner. Dieser spielt den Ball Quer vor den gegnerischen Fünfmeter-Raum. Doch der einlaufende Benyamina stolpert und trifft den Ball nicht richtig. Der bereits liegende Maggdeburger Torwart kann den Kullerball halten.

Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit sieht es noch recht gut aus für Hansa. Magdeburg erringt durch Pressing und Überzahl im Mittelfeld zwar die Bälle, aber die gut stehende Rostocker Abwehr hat bisher keine Schwierigkeiten. Dann jedoch lässt sich Hansa in einem Angriff überrumpeln. Der Ball wird kurz vor dem Magdeburger Strafraum verloren. Diese spielen den Ball schnell mit kurzen steilen Pässen nach vorn und Türpitz knallt den Ball aus vollem Lauf in den Kasten. Blaswich war chancenlos.

Die zweite Halbzeit will Rostock das Spiel zurückgewinnen. Mit gutem Passspiel können die Räume überbrückt werden. Dies klappt nun deutlich besser als in der ersten Halbzeit. Doch vorne fehlen oft die Abnehmer. Benyamina als einzige Spitze ist zu selten anspielbar im Strafraum. Die Hereingaben vorne sind dann auch oft überhastet und ungenau. So wird der Aufbau zunichte gemacht.

In der 65. Minute erfolgt dann die Umstellung bei Hansa auf zwei Spitzen. Die Magdeburger lassen Hansa in den letzten Minuten endlich etwas mehr Raum. Väyrynen kommt für Owusu und außerdem Rankovic für Nadeau.

Doch kurze Zeit später ist das Spiel entschieden. Alibaz foult auf der rechten Seite um einen Angriff des FCM zu unterbinden. Den folgenden Freistoß kann Blaswich noch klären. Der Ball segelt an die Strafraumgrenze wo ihn aber ein Magdeburger aus vollem Lauf nimmt und auf das Tor schießt. Blaswich wird die Sicht genommen durch zwei (im Abseits stehende) Magdeburger. Der Ball prallt auf und segelt ins Tor. Das Schiedsrichtergespann gibt den Treffer.

In der Folge verwaltet Magdeburg die Führung. Rostock probiert es zwar weiterhin aber nicht zwingend genug. Erst der in der 80. Minute eingewechselte Evseev kann wieder für Schwung sorgen.

Magdeburg machte aus einer Chance in der zweiten Halbzeit ein Tor. Hansa trifft nicht und verliert dadurch trotz recht guter Leistung. Hansa zeigte gerade im Mittelfeld schwächen da das Passspiel oft wegen des Drucks zu ungenau war. Hier fehlte eindeutig der gesperrte Bischoff.

Gegnerpressekonferenz: 7. Spieltag 2017 – 1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock

Magdeburgs Trainer Härtel gibt auf der Pressekonferenz die Marschrichtung seiner Mannschaft vor: Magdeburg will natürlich zu Hause gewinnen. Auch wenn sie Hansa mit Rückenwind erwarten nach der Auswärtsserie der Kogge.

Ob Dennis Erdmann, der neben ihm in der Pressekonferenz saß, spielen wird, wollte der Coach nicht verraten.

Ich würde mich immer aufstellen. – Dennis Erdmann

Auf die Frage nach dem gefährlichen Rostocker Vorpressing, sagte Härtel: „Habe ich im letzten Heimspiel nicht gesehen, eher Mittelfeldpressing (Spiel gg. Preußen, Anm. d. Red.). Wir werden aber entsprechend reagieren.“

Angesprochen auf den Ausfall von Marcel Ziemer und der dadurch nötigen Umstellung auf eventuell nur eine Spitze antwortet der Magdeburger Trainer: „Ich erwarte ein verstärktes Mittelfeld und wir werden uns darauf einstellen. Wir werden eventuell die Grundordnung anpassen je nach Aufstellung […] Beispielsweise auf Viererkette mit dem vorhandenem Personal.